"18K Vergoldung"

Vergoldung, Vermeil oder Massivgold: Unterschiede verständlich erklärt

Vergoldung, Vermeil und Massivgold unterscheiden sich bei Grundmaterial, Goldanteil, Preis, Reparierbarkeit und Nutzung. Die wichtigsten Unterschiede verständlich erklärt.

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Vergoldung, Vermeil oder Massivgold: Unterschiede verständlich erklärt
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Vergoldung, Vermeil und Massivgold sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, technisch sind es aber unterschiedliche Konzepte. Entscheidend sind Grundmaterial, Goldanteil, Schichtaufbau, Nutzung und die Frage, ob ein vorhandenes Stück neu veredelt oder ein neues Schmuckstück gekauft wird.

Was ist eine galvanische Vergoldung?

Bei einer galvanischen Vergoldung wird eine definierte Goldschicht elektrochemisch auf einen geeigneten metallischen Untergrund aufgebracht. Bei getragenen Schmuckstücken gehört dazu wesentlich mehr als das eigentliche Goldbad: Prüfung, Reinigung, erforderliche Aufbereitung und Politur sowie – je nach Grundmaterial – geeignete Haft-, Zwischen- oder Diffusionssperrschichten.

LAFFARTS arbeitet für geeignete Stücke regulär mit 1, 3 und 5 µm. Welche Stärke sinnvoll ist, hängt vom Objekt und seiner späteren Beanspruchung ab.

Was bedeutet Vermeil?

„Vermeil“ bezeichnet im Schmuckhandel vergoldetes Silber, meist Sterlingsilber. Die genaue rechtliche beziehungsweise handelsübliche Definition kann je nach Markt unterschiedlich sein. Entscheidend bleibt: Es handelt sich nicht um Massivgold, sondern um einen Silberkörper mit Goldauflage.

Für die praktische Haltbarkeit gelten deshalb dieselben Grundfragen wie bei anderen galvanisch vergoldeten Stücken: Wie dick ist die Goldauflage? Wie wird das Stück getragen? Welche Stellen reiben? Wie wurde die Oberfläche vorbereitet?

Was ist Massivgold?

Bei Massivgold besteht das Schmuckstück selbst aus einer Goldlegierung. Es gibt keine dünne äußere Goldschicht, die auf einem anderen Grundmaterial liegt. Dadurch unterscheidet sich Massivgold grundsätzlich von vergoldetem Schmuck – sowohl beim Materialwert als auch bei Preis und späterer Bearbeitung.

Vergoldung oder Massivgold – was ist sinnvoller?

Das hängt vom Ziel ab. Wer ein vorhandenes Lieblingsstück, Erbstück oder eine bestimmte Form weitertragen möchte, kann mit einer fachgerecht aufgebauten Neuvergoldung die Oberfläche vollständig erneuern. Wer dagegen ein neues Schmuckstück mit hohem intrinsischem Goldanteil sucht, entscheidet sich eher für Massivgold.

Eine Vergoldung ist deshalb nicht einfach eine „billige Version“ von Massivgold. Bei der Aufbereitung eines bestehenden Stücks geht es um Werterhalt, Optik, Weiterverwendung und eine technisch passende neue Oberfläche.

Welche Rolle spielen 14k, 18k und 24k?

Bei LAFFARTS stehen 14k-, 18k- und 24k-Gelbgold für unterschiedliche Goldwirkungen. Die sichtbare Karatwirkung ist nicht mit der Schichtstärke gleichzusetzen. Die regulären Qualitätsklassen werden separat über 1, 3 oder 5 µm definiert.

Rosé- und Rotgold bieten wir derzeit nicht an. Für eine helle Edelmetallwirkung kommen – je nach technischer Eignung – Palladium- oder Platinlösungen infrage.

Was beeinflusst die Haltbarkeit?

  • reale Schichtstärke in µm
  • Grundmaterial und notwendiger Schichtaufbau
  • Zustand und Vorbereitung der Oberfläche
  • Geometrie, Kanten und bewegliche Glieder
  • Reibung und Kontaktflächen im Alltag
  • Pflege sowie Kontakt mit Chemikalien, Wasser und Kosmetik

Deshalb sind pauschale Aussagen wie „hält immer X Jahre“ wenig seriös. Zwei scheinbar ähnliche Schmuckstücke können in der Praxis völlig unterschiedlich beansprucht werden.

Was ist für mein vorhandenes Schmuckstück möglich?

Für eine belastbare Einschätzung brauchen wir keine perfekte Materialanalyse vom Kunden. Gute Fotos, Maße und vorhandene Materialinformationen reichen meist für den ersten Schritt. Danach lässt sich einschätzen, ob das Stück technisch geeignet ist und welche Qualitätsklasse sinnvoll erscheint.

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